Ich wollte doch nur mal gucken…

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Am Samstag wars mal wieder so weit. Ich bin, nur mal so zum gucken, wo hin gefahren – zum Skiausrüster. Ich spiele ja schon länger mit dem Gedanken, mir mal ne Ausrüstung zu kaufen um nicht immer in den stinkig miefigen Leihstiefel mitzuschwitzen… *bäh*

Also auf zum Skimoritz (Name von der Redaktion geändert) und „nur mal umschauen“ – aber darauf war ich beim Discounter nicht vorbereitet:

Kaum war ich da und drin und schaute mich ganz unschuldig um wurde ich auch schon angesprochen:

Verkäufer „Hi, kann ich Dir helfen?“
Nunja – das mit dem Siezen ist ja eh total unmodisch geworden. Außerdem sah ich ihm mit meiner Mütze wohl nach WintersportSnowboarderFreerider-Kumpel aus und die Szene Duzt sich wohl eh. Wurscht…
Ich: „Och ich schau nur mal… Ich überleg halt ob ich mir nicht mal ne Ausrüstung zulegen soll… Dass ich se net immer leihen muss… Nuja… Aber ich weiß auch gar nicht was und so…“
V: „Ich bin der Jan.“
I (schon etwas verwirrt): „Äh – Hallo Jan. Matthias.“
V: „Hi Matthias. Was bist Du denn für ein Fahrer und was willst Du anlegen?“
I (schaue mich schon nach der versteckten Kamera um – freundlicher Service beim Discounter am Samstag vor Weihnachten?): „Ich würde mal sagen ich fahre mittelmäßig gut und das so 2-3 mal im Jahr für 2-3 Tage. Und ich wollt jetzt net soo viel ausgeben – dafür fahr ich zu selten.“
V: „Klar, dann würd ich sagen wir schauen gleich mal bei den Vorjahresmodellen – die sind bei uns grundsätzlich mit 50% reduziert und genauso gut wie die aktuellen. Da bekommst Du für kleines Geld echt ne tolle Ausrüstung zusammen.“
I: „Okay…?“

Langer Rede kurzer Sinn: Nach ca. einer Stunde fachlich sehr kompetenter und persönlich sehr freundlicher („Ey willstn Gühwein?“) Beratung und Betreuung von Jan hab ich den Laden mit Ski, Stiefeln und Stöcken wieder verlassen. Und das soll jetzt gar nicht unzufrieden klingen. Mir wurde nix aufgeschwatzt, ich wurde nur „sanft“ überzeugt. Jetzt hab ich ne Skiausrüstung zu Hause und die Pension im Montafon für die 2. Januarwoche ist schon gebucht – und ich freu mich wie ein Schneekönig drauf.

Danke Jan – Dabei wollte ich doch nur mal gucken…

Ich, ich und ich sowie die fünf anderen.

Ich freue mich auf den Konzert-Marathon in den nächsten Wochen…

Der Gutschein für das Weihnachtspaket meines Arbeitgebers ist immer noch nicht eingelöst…

Ich bin gespannt auf die Drum’n'Base-Party heute Abend – ob mir sowas noch Spaß macht…?

Für nächstes Jahr nehme ich mir vor keine guten Vorsätze zu haben…

Mein Bart wieder da…

Ich bin gerne Ehemann…

Schon seit 2 Wochen habe ich alle Weihnachtsbesorgungen erledigt…

Mit meiner Persönlichkeit werde ich niemals altern…

(Stöckchen aus dem knallrosa Tagebuch mitgenommen)

Up, up and away


Nagut – nicht mit dem Ballon aber weg fliege ich dropsdem. Und zwar nach Mauritius.
2 schöne Wochen. Schwimmen, spazieren, liegen, wandern, angeln, schauen, gucken, fotografieren, genießen…

Nur kein Neid! ;o)

Bis dann,

Don

Blog Action Day 2008 – Armut

Heute ist der Blog Action Day 2008 zum Thema Poverty-Armut. Weltweit nehmen tausende von Blogs teil und posten heute zum Thema Armut, so auch ich.

Ich versuche mich mal kontrovers am Thema, auch wenn ich damit Gefahr laufe auf die Mütze zu bekommen:

Alles isr relativ – auch die Armut?

Wie arm ist arm, oder besser wann ist man arm? Was bedeutet arm bei uns in der heutigen Zeit?
Natürlich geht es vielen Leuten in Deutschland schlechter als dem Durchschnitt, aber wird hier nicht auf relativ hohem Niveau gejammert? Der Staat scheint für jeden die Grundversorgung sicher zu stellen. Mit Einschränkungen, ganz klar, aber Wohnung, Ernährung, Kleidung und Bildung sind doch abgedeckt. Oder krankt es schon hieran? Funktioniert das System des Sozialstaates nicht?
Oder liegt es daran, dass viele Bürger nicht an einem menschlichen Zusammenleben interessiert sind?
Welche Rolle müsste hier die Wirtschaft übernehmen? Konjunkturzuwachs durch Sozialprogramme – eine erfolgversprechende Theorie, doch ist das in der heutigen Wirtschaft überhaupt noch umsetzbar?

Ihr seht, ich stelle viele Fragen und beantworte keine – das kann ich auch gar nicht. Aber vielleicht Ihr? Wie steht Ihr dazu?
Ich war noch nie von Armut betroffen und auch in meinem weitesten Bekanntenkreis finde ich niemanden, daher fehlt mir auch jede persönliche Erfahrung, wie ist das bei Euch?

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So lautet die Nummer an die man SMS ins Studio des lustigen dänischen Lokalsenders schicken sollte (wenn ich das aus dem dänischen-SingSang richtig interpretiert habe) den wir nun eine Woche lang genießen durften. Das war wirklich der mit Abstand seltsamste aber gleichzeitig auch unterhaltsamste Musikmix aller Zeiten:

Da bangten VOLBEAT lustig zwischen DUFFY und RICK ASTLEY herum und die SUGABABES folgten schier gar unsäglichem dänischen Dance-Pop à la HEJ MATEMATIK oder dänischem Gangster-Rap von L.O.C.

Schön war auch die allabendliche Live-Berichterstattung irgendeines lokalen Sporteieignisses. Was genau konnten wir leider nicht heraus finden, aber die Geräuschkulisse lässt auf Kneipensport (Dart?) schließen – eine gute Stunde lief das immer und war äußertst Unterhaltsam, allein schon aufgrund des steigenden Alkoholpegels des Kommentators. Der brüllte in den letzten Minuten schon mal plötzlich ins Mikro – ob nun freudig oder enttäuscht war ebenfalls nicht zu erkennen.

Wenn wir uns gerade nicht lesend von unverständlicher Radiomoderation oder Musik haben berieseln lassen, waren wir viel am Strand oder sonstwo auf der Insel (FUR) unterwegs.

Ihr werdet hier also in den kommenden 3 Wochen einen tiefenentspannten Blogger vorfinden. Danach gehts dann zur Entspannungsfortsetzung 2 Wochen nach Mauritius…

Yummie – Stöckchen

Dieses leckere Stöckchen habe ich bei Anj gefunden und gleich mal nachgekocht…

1. Welche drei Nahrungsmittel sind für Dich unverzichtbar?
1. frische Nudeln
2. gutes Fleisch
3. Tomatenmark

2. Welche drei Nahrungsmittel magst Du überhaupt nicht?
1. Bananen
2. Blumenkohl
3. Auberginen

3. Gibt es ein Nahrungsmittel, dass Du gerne mal probieren möchtest? Wenn ja, welches?
Schlange

4. Was ist Dein Lieblingsgetränk?
Gin Tonic

5. Welche Süßigkeit isst Du am liebsten?
Schokoladenkuchen und oder Muffins mit viiiiiiel guter Schokolade drin…

6. An wen gibst Du dieses Stöckchen weiter?
An diejenigen die gerne und gut Essen.

Entdenkungsreise

Ich gehe. Wie jedes Jahr. Klingt irgendwie festgefahren und langweilig – ist aber ein absolutes Glanzlicht in meinem Kalender. Und da sehe ich sie dann wieder, die Leute die ich leider viel zu selten sehe. Ich freue mich.

Danke.

Und bis nächste Woche.

Tage der Verzweiflung

Seit Wochen das Gehirn malträtiert und geschunden, Probleme die sich auftun schnell und kreativ gelöst, Schwachstellen gefunden und ausgebessert, telefoniert und geschrieben bis Ohren und Finger glühen -

und jetzt: Wird das Projekt im letzten Moment gecancelled.

Ich geh jetzt heim und wein in mein Kissen…

7×4 Stöckchen

Ein wirklich schönes Stöckchen, dass ich von Anj gefangen habe.

4 Jobs, die Du in deinem Leben hattest:

  • Packer am Fließband zwischen lauter Angolanern
  • „Fachkraft“ für Altbausanierungen
  • Verkäufer in einem Outdoorladen
  • Kommunikationsberater

4 Filme, die Du immer wieder anschauen kannst:

  • Top Gun
  • Dirty Dancing
  • Knocking On Heavens Door
  • Notting Hill

4 Orte, an denen Du (gern) gewohnt hast:

  • Stuttgart (gern)
  • Düsseldorf (ochja)
  • Mechernich (…)
  • Stuttgart (wieder gern)

4 TV-Serien, die Du gerne anschaust:

  • Doctor’s Diary
  • Two And A Half Men
  • Navy CIS
  • Kalkofes Mattscheibe

4 Plätze, in denen Du im Urlaub warst:

  • Hardanger Vidda, Norwegen
  • Lesbos, Griechenland
  • London, England
  • Huntsville, Alabama

4 Webseiten, die Du täglich besuchst:

4 Deiner Lieblingsessen:

  • Linsen mit Spätzle und Saitenwürstchen
  • Gnocchi in Gorgonzolasoße
  • Grilladen
  • Chips

4 Plätze wo Du gerne im Augenblick sein möchtest:

  • Bei meiner Frau
  • Auf meiner Terrasse
  • Irgendwo zwischen Odda und Finse
  • Auf meinem Motorrad im Schwarzwald

Ich schmeiße dieses Stöckchen einfach mal hoch und weit…

Worttausch

„JA!“ so klang es laut, vernehmlich und gleich zwei mal vor wenigen Tagen durch den herrlich schönen Fachwerk-Saal der alten Kelter in Stuttgart-Vaihingen. Und schon wars passiert – ich war verheiratet.

Nur: Was tut sich? Was soll sich ändern? Mein Name? Bleibt gleich. Der Ring? An dem Finger trage ich schon seit 6 Jahren einen Ring. Die Beziehung? Nach über 8 Jahren ist doch alles schon so gewachsen und vertieft – besser gehts nicht.

Dennoch beharren alle bereits verheirateten Freunde darauf: Alles ändert sich! Glaub ich nicht. Warum denn auch? Waren denn die Jahre zuvor nur seichte Beziehungsduselei und jetzt gehts erst los? Kann ja nicht sein!

Aber nach ein wenig Abstand von all dem Trubel und ein wenig Ruhe für die Gedanken merkt man: Es ändert sich. Wird noch enger und noch tiefer als vorher. Ohne dass es vorher seicht war wird es jetzt bodenlos. Dieses kleine Wort birgt eine zutiefst ehrliche und im Wortsinn offenherzige Aussage und Kraft.

Schön, dass es so ist.